Solidarische Landwirtschaft Gut Adolphshof

Häufig gestellte Fragen zur Solidarischen Landwirtschaft

Was liefert der Adolphshof?

Dieses Jahr liefern wir frisches Gemüse der Saison und Kräuter sowie Erdbeeren und Obst von unseren Streuobstwiesen (Äpfel, Birnen, Pflaumen), Eier, Brot und Milchprodukte von Kuh- und Ziegenmilch aus der eigenen Käserei, Schweine- sowie auch Rindfleisch. Siehe „Der Hof“.

Ist alles BIO?

Ja, wir wirtschaften gemäß Demeter-Zertifizierung. Die Bäckerei BACKWERK arbeitet ebenfalls gemäß Demeter-Standards.

Was ist ein Ernteanteil?

Ein Ernteanteil entspricht in etwa der Lebensmittelmenge, die ein erwachsener Mensch im Jahr als Nahrung benötigt. Auf dem Adolphshof wird ein solcher Anteil auf ca. 2.500 qm Fläche erzeugt.

Ernteanteil mit Fleisch

Die wöchentliche Lieferung eines Ernteanteils besteht aus:

  • Milchprodukten von rund 7 l Kuh- und Ziegenmilch, in Form von beispielsweise
    • 1 L Milch
    • 200 g Schnittkäse
    • 1 Weichkäse
    • 125 g Becher Frischkäse
    • 500 g Joghurt
    • 250 g Quark
  • 2 bis 3 kg Gemüse je nach Saison und Angebot
  • 1 kg Kartoffeln
  • 1 Brot
  • i.d.R. 4 Eier
  • 300 g Wurst
  • 600 g Fleisch alle 14 Tage

Die Mengenangaben gelten auch für den vegetarischen Anteil, nur ohne Fleischwaren.

Dabei richtet sich die Angebotsvielfalt und -menge insbesondere beim Gemüse nach den Jahreszeiten und den Witterungsbedingungen.

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Werden die Lebensmittel wie bei der Bio- oder Gemüsekiste zu mir nach Hause gebracht?

Nein. Die Ernteanteile sind wöchentlich aus einem Depot in Ihrer Nähe eigenständig abzuholen. Dadurch entfällt auf dem Hof ein hoher Aufwand für Verwaltung, Organisation und Auslieferung. Im Gegensatz zur Biokiste sind Sie bei uns in einer Gemeinschaft mit vielfältigen Mitgestaltungsmöglichkeiten bei der Anbauplanung. Sie dürfen auf dem Hof mitarbeiten, kommen in regelmäßigen Austausch mit dem Hof und den anderen Mitlandwirten und haben ein Mitbestimmungsrecht bei der jährlichen Haushaltsplanung.

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Kann man Lebensmittel bestellen?

Die Ernteanteile sind für jeden Mitlandwirt gleich. Gemüse und Obst werden wöchentlich frisch geerntet und verteilt. Die Mengen für Eier, Fleisch- und Milchprodukte werden jährlich im Voraus festgelegt. Im Depot selber besteht die Möglichkeit, untereinander Lebensmittel zu tauschen. Es ist möglich, das Brot wöchentlich auszuwählen.

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Wie hoch ist der Beitrag?

Die Mitlandwirte tragen über den Beitrag die Kosten des Hofes. Zu Beginn eines jeden Wirtschaftsjahres (1. Mai) stellen wir auf der Vollversammlung (im Februar) unseren Etat für das kommende Jahr auf und verteilen die Kosten auf die verschiedenen Ernteanteile. Für das Jahr vom 1. Mai 2019 bis 30. April 2020 kosten:

1 Ernteanteil (EA) 213 € monatlich (halber EA 106,50 €)
1 Ernteanteil vegetarisch 170 € monatlich (halber EA vegetarisch 85 €)

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Wann muss der Beitrag gezahlt werden?

Der Betrag ist monatlich im Voraus an die Kassenführung des jeweiligen Depots zu entrichten.

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Wann kann ich Mitlandwirt werden?

Neue Mitlandwirte werden zu jedem 1. eines Monats aufgenommen, wenn die Teilnahmeerklärung bis zum 1. des Vormonates erfolgt ist.

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Was passiert, wenn ich im Urlaub bin?

Ein „Aussetzen“ während der Urlaubszeit ist nicht möglich. Die Verteilung Ihres Anteils ist jedem Mitlandwirt selbst bzw. dem Depot überlassen. Ob das überzählige Gemüse an die anderen Abholer verteilt wird, Nachbarn oder Freunden die Nahrungsmittel erhalten und somit jemand eine „Probemitgliedschaft“ bekommt, ist eigenständig zu regeln. (Natürlich muss auch der Beitrag in Urlaubszeiten in voller Höhe gezahlt werden.)

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Welches Risiko trage ich als Mitlandwirt?

Als Mitlandwirt tragen Sie nur das „Ertragsrisiko“. Es besteht also die Gefahr einer Missernte ebenso wie die Möglichkeit, dass die Ernte gut ausfällt. Ein Beispiel: Wir haben Möhren gesät und die sind nichts geworden; Sie bekommen also keine Möhren. Wenn der Hagel in den frischen Spinat einschlägt, gibt es keinen Spinat! Doch wenn es eine Salat- oder Zucchinischwemme gibt, wird die Überproduktion an alle verteilt.

Das unternehmerische Risiko, Gewinn und Verlust, Schäden an Gebäuden usw. tragen nur die Landwirte! Sie sind lediglich mit Ihrem Beitrag dabei. Nicht mehr und nicht weniger!

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Muss ich mitarbeiten?

Sie müssen nicht mitarbeiten, aber Ihre Mitarbeit auf dem Hof ist willkommen. Wer mithelfen möchte, ist nach vorheriger Anmeldung gerne gesehen. Es gibt mehrere Arbeitsgruppen zu den Themen: Gemüse (Pflanzen, Jäten und Ernten), Kräuter, Erdbeeren, Streuobstwiese, Hof- und Heckenpflege.

Wir bieten zusätzlich viermal im Jahr einen Aktionstag an. An diesem Tag sind alle Mitglieder herzlich eingeladen, einmal selbst tatkräftig zu einem bestimmten Thema anzupacken, siehe „Veranstaltungen“.

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Wie werde ich über das Hofgeschehen informiert?

Einmal wöchentlich wird mittels Rundschreiben per E-Mail über das aktuelle Geschehen auf dem Hof informiert. Jedes Depot wählt einen Vertreter, der sich regelmäßig mit den anderen Vertreten austauscht und den Kontakt zum Hof hält. Zukünftig wird über diese Website der interne Austausch aller Mitlandwirte über ein Forum/einen Blog möglich sein.

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Wie kann ich teilnehmen, wo erhalte ich weitere Informationen

Wenn die Teilnahmeerklärung unterschrieben an den Hof geschickt wurde, geht es los.

Eine vorherige Kontaktaufnahme ist per Kontaktformular per E-Mail unter solawi-adolphshof@posteo.de sowie persönlich auf dem Hof (Telefon: 05175 6308) bei Sabine Adam oder Sarah Kerwath möglich.

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Was passiert, sobald ich Mitglied bin?

Ihre Daten, die Sie bei der Anmeldung angeben, werden an den Ansprechpartner Ihres Depots weitergegeben. Parallel sollten Sie eine Mail an das Depot schicken, damit sich die Depotverantwortlichen mit Ihnen in Verbindung setzen, um eine Einführung in das Depot zu geben, die Schlüsselübergabe und depotinterne Dinge zu regeln.

Am ersten Freitag des Monats bekommen Sie Ihre erste Lieferung, die Sie in Ihrem Depot abholen können.

Direkte Informationen über die Depots gibt es bei den jeweiligen Ansprechpartnern.

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Wie lange bin ich Mitlandwirt, wie kann ich kündigen?

Ein Wirtschaftsjahr dauert vom 1. Mai bis Ende April des Folgejahres. Ein Ausstieg ist nur zum Ende des Wirtschaftsjahres durch eine Kündigung möglich, anderenfalls verlängert sich dieser Vertrag um ein weiteres Wirtschaftsjahr. Die Kündigung ist spätestens bis zum 20. März vor Beginn des neuen Wirtschaftsjahres einzureichen. Innerhalb eines Wirtschaftsjahres kann die Teilnahme nur in besonderen Härtefällen eher enden.

Der Grund für diese Regelung sind die notwendig langfristigen Planungen in der Landwirtschaft – eine Saison dauert 1 Jahr. Im Winter wird geplant, wie viel von welchen Sorten angebaut werden muss, um uns versorgen zu können. Im Lauf der nächsten zwölf Monate wird dann gesät, gepflegt, geerntet, (gelagert,) verteilt, gekocht und gegessen.

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Wenn Ihre Fragen damit noch nicht beantwortet sind, stellen Sie diese über unser Kontaktformular.